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Web Artikel: E - Commerce
... ein Milliardenmarkt für Online-Werbung, der bis 2009 weltweit 20 Milliarden Dollar schwer sein soll. MSN-Mann Haite frohlockt: "Und das ist das Faszinierende. 50 Prozent davon werden in den Suchmaschinen ausgegeben."
Am traditionell größten Markt für Online-Advertising, den USA, stehen die Zeichen auf "Go". Dort wird der Internet-Werbemarkt als der Motor der Werbewirtschaft 2005 gesehen - 11,5 Milliarden Dollar schwer. Online Werbung wächst allein dieses Jahr um rekordverdächtige 11,2 Prozent ...
... Der europäische Werbeverband (EIAA) rechnet binnen der nächsten vier Jahre mit einer Verdreifachung der Online Werbeausgaben - auf sieben Prozent. ...
... "Eine der attraktivsten Werbeformen ist die Suchwortvermarktung, hier wird sehr hoher Aufwand betrieben, der von den Topanbietern immer weiter perfektioniert wird." Diese maßgeschneiderte, direkt mit dem Inhalt verbundene Werbung begeistert die Werbewirtschaft und die, die sie einst erfunden haben - Google.
"Die Leute wollen eine Finde- und keine Suchmaschine"
MSN-Europamanager Steve Haite über Strategien.
auszugsweise aus Format - Österreichs Wochenmagazin für Wirtschaft & Geld
Nr. 11; 18.März 2005 ("Gates greift an" von Barbara Mayerl)
Kundenbindung
(e-commerce-online.de)
Immer noch ist auf vielen Websites nicht erkennbar, was einen Kunden dazu bringen könnte wiederzukommen. Daher hier einige Beispiele und Ideen.
Wenn man durch einen durchschnittlichen Supermarkt schlendert und für das Wochenende einige Lebensmittel kaufen will, fallen einem viele teilweise sehr gute Beispiele für Kundenbindungen auf. So ist z.B. eine einfache Tütensuppe oder -sauce offenbar nicht mehr als solches zu verkaufen. Man braucht schon ein entsprechendes Kochstudio, in dem fröhliche Hobbyköche mit dem Produkt ein tolles Essen "zaubern". Das einfache Chemiepulver wird so zum geselligen Gesamterlebnis, dass jeder haben möchte. Menschliche Beziehungen werden durch Tütensuppen hergestellt. Die entsprechenden Rezepte gibt es auf der Packung hinten drauf.

Eine Packung Weißmehl Type 405 mutiert durch ein aufgedrucktes Panino Brot zur italienischen Backmischung mit Erfolgsgarantie für exotisches Essen. 

Selbst der am Rande angebotene weiße Plastikgartenstuhl scheint absolut unverkäuflich, wenn nicht - ja wer hätte es gedacht - das Erlebnis einer Gartenparty mit Freunden, guter Musik und viel Spaß das Produkt ins rechte Licht rückt.

Es ist wirklich beeindruckend, wie durch geschickte Marketing-Maßnahmen einfache, seit jahrzehnten unveränderte Produkte zu Gesamt-Erlebnissen werden, mit denen der Kunde sein Leben bereichern kann.

Wie gut könnte hier auch das Internet weiterhelfen. Ermöglicht es durch seine universellen Kommunikations-Strukturen doch nicht nur das Broadcasting anderer Medien (TV, Radio, Zeitungen, usw.), sondern zusätzlich die Kommunikation Kunde - Hersteller und Kunde - Kunde. Darüber hinaus können auch multimediale Elemente genutzt werden, um das Produkt ins rechte Licht und Umfeld zu rücken. 

Mit entsprechenden weiteren Services und Informationen kann damit insgesamt eine Website gestaltet werden, die vom Kunden häufig besucht wird. Wie kann ein solcher Service aufgebaut werden? Antwort: Das hängt ganz vom Produkt ab.

Gartengeräte sind z.B. für einen Gartenfreund notwendig, um die Natur in geeigneter Weise zu strukturieren. Falls Sie solche Geräte verkaufen, sollten Sie jedoch nicht nur eine alphabetische Liste Ihrer Geräte ins Netz stellen, sondern eine "Garten-Website". Dort führen Sie - je nach Jahreszeit - die notwendigen Maßnahmen auf , geben Tipps für die Hege und Pflege der geliebten Flora und zeigen Beispielgärten (also: Informationen). Damit der Benutzer nicht vergisst, die Rosen zu schneiden oder Erbsen zu ernten, schicken Sie ihm zur rechten Zeit ein Mail, welches der Benutzer selber gestalten kann. Er gibt an, welche Pflanzen er im Garten hat, und Sie schicken ihm termingerecht ein "Pflege-Mail" (Also: Service). Logischerweise wird der Benutzer bei so viel Fachkompetenz auch darauf vertrauen, dass die ebenfalls auf Ihrer Gartensite angebotenen Geräte einzigartig für den Erfolg der Gartenpflege geeignet sind. Ein gutes Beispiel für einen solchen Ansatz finden Sie übrigens hier.

Wenn Sie Papierservietten verkaufen, werden Sie natürlich nicht primär einen Shop mit allen Motiven und Farben im Internet eröffnen. Besser ist es da schon, Ideen über Tischdekoration für verschiedene Anlässe anzubieten, incl. einer Anleitung, wie ein geselliger Abend oder Kindergeburtstag geplant und durchgeführt werden kann. Bsp.: www.duni.com Zur Durchführung solcher kulinarischer Erlebnisse verkaufen Sie natürlich das geeignete Zubehör. Erweitert werden könnte das noch durch:

  • alternative Sprachversionen und
  • weitere Services, z.B. ein monatlicher Newsletter "Table of the month" mit jahreszeitlich wechselnden Deko-Vorschlägen.
  • Wegweiser zum nächstgelegen Shop

Immerhin wurde eine Servietten-Börse eingerichtet. http://www.serviettenboerse.de. So wird den Serviettenfreunden dieser Welt endlich ein Forum gegeben, in dem sie Ihrem Hobby gezielt nachgehen können. Es ist schwer zu beurteilen, wie groß das Interesse und die Zielgruppe für einen solchen Service ist, aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert, wenngleich die Beteiligung zur Zeit noch schleppend ist.

Schwierig wird es schon, wenn Sie Benzin verkaufen wollen. Vorteilhaft ist es, wenn Sie sowieso schon seit vielen Jahren mit einem bekannten Formel 1 Rennstall kooperieren, um Ihre Produkte z.B. emotional aufzuladen. Dies lässt sich dann einfach auch im Internet darstellen, z.B. unter www.shell-ferrari.com. Dort werden die Fans der rasenden Werbeträgern mit Bildschirmhintergründen, Screensaver, Kurzfilmen uvm. ihrer Idole versorgt. So wird der graue Benutzer-PC zum Rennsport-Terminal. Unnötig anzumerken, dass jeweils Verweise auf die Website die Promotionartikel schmücken. Der Benutzer findet so immer wieder zur Website zurück, um sich mit neuen Bildern des letzten Rennens auszurüsten.

Weiter Informationen erhält der mineralöl-interessierte Benutzer auf der Shell-Homepage. Dort wird direkt auf Zielgruppen-spezifische Sites weiterverlinkt. Bei einem multi-nationalen Konzern sind dies Benutzer in einzelnen Ländern sowie Benutzer mit unterschiedlichen Verbraucher-Anforderungen (Schiffs- oder Flugbenzin usw.)

Erfolgsmessung

Erfahrungsgemäß kann durch den Aufbau solcher Erlebniswelten eine Community aufgebaut werden, wodurch die Anzahl von wiederkehrenden Besuchern und damit die Anzahl der Gesamtbesucher nachhaltig gesteigert wird. Wie aber soll eine Steigerung geplant und mögliche Erfolge beurteilt werden? Ist 10% Mehrbesucher pro Quartal viel oder wenig? Als ein Anhaltspunkt kann das Gesamtwachstum der Anzahl der Internetbenutzer genutzt werden. Je nach Studie liegt diese Steigerung bei ca. 50% pro Jahr. Je nach Zielgruppe, nutzen mögliche Kunden aber bereits heute über- oder unterproportional das Internet. Entsprechend unterschiedlich sind die Steigerungspotentiale.

Die nächste Frage ist: Wie wirken sich mehr Benutzer auf den Umsatz und Gewinn aus?

Wenn eine solche Site direkt mit einem Shop verbunden ist, können technische Analysen z.B. Umsatz pro Besucher, oder Umsatz/Kosten helfen. Mitunter ist jedoch ein Online-shop aus rechtlichen, technischen oder kostenbasierten Gründen nicht möglich. Hier können Auswertungen wie z.B. Kontaktkosten pro Benutzer oder Page Impressions helfen. Diese Werte können aber nur noch statistisch ausgewertet werden. Wenn z.B. für Entwicklung und Betrieb der Website pro Monat TDM 25 anfallen und etwa 10.000 Besucher die Site besuchen, fallen pro Besucher Kosten in Höhe von DM 2,50 an. Ist das viel oder wenig? Die Beurteilung dieser Zahlen wird ähnlich präzise, wie Kosten-Nutzen Rechnungen von Anzeigen in Zeitungen auf Basis von Media-Daten.

Fazit

Besucherorientierte Erlebniswelten im Netz aufzubauen ist häufig sinnvoller, als rein produkt- oder unternehmensoriente Informationen anzubieten. Bei der "Pro/Contra-"Entscheidung helfen klassische Kosten-Nutzen-Rechnungen oft nur begrenzt weiter. Es sollten daher strategische Überlegungen herangezogen werden. Dies sind z.B.

  • Welche Bedeutung hat die Kundenkommunikation über das Internet zukünftig?
  • Welcher Zeithorizont ist für die Planung relevant? (Sofort, später oder gar kein Handlungsbedarf)
  • Können Kunden über das Internet erreicht werden?
  • Welche Erlebnisse können über das Internet kommuniziert werden?
  • Können bestehende Marketingkonzepte integriert werden?
  • Kann es zu einer Bedrohung durch Wettbewerbsaktivitäten kommen?

Je nach Entscheidung sollte die Realisierung schnell umgesetzt werden, da wahrscheinlich auch Wettbewerber Ähnliches entwickeln.

E-Commerce in Österreich ist selten gesetzeskonform
(apa 24.01.2002)

Auf heimische Website-Betreiber könnte im Zusammenhang mit dem neuen E-Commerce-Gesetz (ECG) eine Klageflut zukommen. Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte & Touche entsprechen bisher nur knapp sechs Prozent der heimischen Websites dem ECG, das bereits vor drei Wochen in Kraft getreten ist. Namhafte Großunternehmer hätten genauso wenig auf das Gesetz reagiert wie klein- und mittelständische Unternehmen, so Wolfgang Mayer von Deloitte & Touche am Mittwoch in einer Presseinformation.
Das ECG regelt die Zulassung von Dienstanbietern im elektronischen Geschäftsverkehr, deren Informationspflichten und Verantwortlichkeiten, den Abschluss von Verträgen, das Herkunftslandprinzip und die transnationale Zusammenarbeit.
Laut Deloitte & Touche mangelt es unter den 80 untersuchten Websites aus verschiedenen Branchen häufig schon an einfachsten Informationspflichten wie der genauen Firmenadresse, Firmenbuchnummern oder Hinweise auf gewerbe- und berufsrechtliche Vorschriften. Wenn die allgemeinen Informationspflichten schon nicht eingehalten würden, werde es bei der Umsetzung einer gesetzeskonformen Online-Vertragsgestaltung nicht viel besser aussehen, so Mayer weiter.
Oft ist es laut Mayer nur ein kleiner Schritt, um die Gesetzeskonformität zu erreichen, die gesamte Website müsse deshalb noch lange nicht umprogrammiert werden. Um diesen "kleinen Schritt" für die Unternehmen weiter zu vereinfachen, bietet Deloitte & Touche ab sofort mit dem "Website-Quickchek" an.
Österreich hat 8.000 Web-Shops
(cwö  18.01.2002)

Seit Jahresbeginn gilt für alle Web-Shop-Anbieter der Alpenrepublik das E-Commerce–Gesetz. Die Arge Daten nahm dies zum Anlass einer Blitzanalyse jener Organisationen, die hierzulande Internet-Shops betreiben. Laut Arge Daten-Sprecher Hans Zeger können die Österreicher derzeit zwischen rund 8.000 .at-Web-Shops wählen. Die Palette reicht vom kleinen Weinhändler, der diese Form zur günstigen Direktvermarktung nutzt, über die bekannten Lebensmittelhandelsketten bis zu den großen Shopping-Malls.
Beliebt sind Sex-Shops (hier kann zwischen rund 200 österreichischen Shops gewählt werden), Computer- und Telekom-Shops (ca. 500), Vinotheken (100), Tierhandlungen (100) und Modeanbieter (ca. 200).
Zeger zufolge betrugen Österreichs E-Commerce-Umsätze im Jahr 2000 mit 2,2 Mrd. Euro etwa 0,6 Prozent des gesamten Handelsvolumens (für 2001 liegen noch keine Zahlen vor). Umgerechnet auf die Zahl der Webshopbetreiber wären dies durchschnittlich 280.000 Euro pro Shop. "Tatsächlich dürften jedoch ein bis zehn Prozent der Shops 90 Prozent des Umsatzes lukrieren, während alle anderen Shops sich mit Umsätzen um einige hundert Euro zufrieden geben müssen", hebt Zeger hervor. Nachsatz: "Die Arge Daten stellt allen interessierten Web-Shop-Betreibern einen kostenlosen ECG-Check zur Verfügung". Anmeldungen sind formlos unter info@argedaten.at möglich.